Linux-Kurs - Grafische Benutzeroberfläche

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Gratuliere! Du konntest dein Linux System kennenlernen und die ersten Konfigurationsschritte durchführen. In diesem Kursteil geht es darum die grafische Benutzeroberfläche einzurichten.

Systeminitialisierung

Slackware nutzt einen BSD-ähnlichen Init-Prozess. Bei BSD handelt es sich um ein ursprüngliches Unix-System. Unix gilt als Vorläufer von Linux. Die Unix-Variante Minix, deren Quellcode Teil des Lieferumfangs war, gilt als Vorläufer von Linux.

Minix hat den Entwickler Linus Torvalds zu Beginn der 90er Jahre dazu bewegt den freien Klon Linux zu programmieren. Seine erste Mail an die Minix-Mailingliste sah wie folgt aus:

Hello everybody out there using minix.

I'm doing a (free) operating system (just a hobby, won't be big and professional like gnu) for 386(486) AT clones. This has been brewing since april, and is starting to get ready. I'd like any feedback on things people like/dislike in minix, as my OS resembles it somewhat (same physical layout of the file-system (due to practical reasons) among other things).

I've currently ported bash(1.08) and gcc(1.40), and things seem to work. This implies that I'll get something practical within a few months, and I'd like to know what features most people would want. Any suggestions are welcome, but I won't promise I'll implement them :-)

Linus (torv...@kruuna.helsinki.fi) ...

Linux 1.0, wurde am 14 März 1994 veröffentlicht.

Tausende Entwickler aus der ganzen Welt arbeiten seither täglich an der Weiterentwicklung des Projektes. Aufgrund der erstklassigen Code-Qualität und der freien Verfügbarkeit wurde Linux zum meist verbreitetsten Betriebssystem der Welt.

Doch wie läuft der Start deines Linux-Systems ab? Zunächst startet der Bootloader (lilo) den Kernel. Dieser lädt den init Prozess mit der Prozessnummer 1, welcher für eine ordnungsgemässe Initialisierung des Systems sorgt. Alle weiteren Programme werden entweder direkt vom init Prozess gestartet oder von einem seiner untergeordneten Prozesse.

init wird in der Datei /etc/inittab konfiguriert, in der auch die Runlevel definiert werden. Über die Runlevel wird festgelegt, wie das System gestartet wird und welche Dienste im laufenden System verfügbar sein sollen.

Unter Slackware ist der Standard-Runlevel 3, was dem multiuser mode entspricht. Die Konfiguration der jeweiligen Runlevel erfolgt über Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc/rc.d. Es folgt eine Übersicht der verfügbaren Runlevel und eine kurze Funktionsbeschreibung:

RunlevelBeschreibungKonfigurationsdatei
0Systemstopp/etc/rc.d/rc.0
1Einzelbenutzer-Modus, nur root ist verfügbar, kein Netzwerk/etc/rc.d/rc.K
2ungenutzt, entspricht Runlevel 3 
3Mehrbenutzermodus, Start in die tty, Netzwerkdienste sind verfügbar/etc/rc.d/rc.M
4Start der grafischen Oberfläche und des Display Managers/etc/rc.d/rc.4
5unbenutzt, entspricht Runlevel 3 
6Systemneustart/etc/rc.d/rc.6

Runlevel 3 startet keine grafische Oberfläche. Du kannst dich zwar bereits an den ttys als root oder mit dem von dir erstellten Benutzerkonto anmelden. Da wir aber direkt in die grafische Anmeldung zu starten, muss der Default Runlevel auf 4 geändert werden.

Bearbeite dazu die Datei /etc/inittab mit dem Editor vim.

vi /etc/inittab

Die Zeile initdefault legt fest, in welchen Runlevel das System standardmässig gestartet werden soll.

Ersetze die 3 durch eine 4 und verlasse den Editor mit Hilfe von Esc :wq!.

X Server

Bevor Du in den grafischen Modus startest, muss noch das Tastaturlayout für den X-Server angepasst werden. Der X-Server dient als Basis für die Darstellung von grafischen Applikationen. Er wird oftmals als Xorg oder einfach nur als X bezeichnet und ist unter anderem für das Laden der richtigen Treibermodule verantwortlich.

Auf modernen Linux-Systemen wird ein Grossteil der Hardware automatisch erkannt. Auch der Tastaturtreiber wird beim Start von X mitgeladen, allerdings sofern nicht anders konfiguriert, mit dem US-Tastaturlayout. Dies ist in der Paket-Konfigurationsdatei /usr/share/X11/xorg.conf.d/90-keyboard-layout.conf vordefiniert.

Schaue dir die Datei mit dem Befehl less an. Bei less handelt es sich um ein ähnliches Kommando wie more. Es bietet einige erweiterte Funktionen, wie zum Beispiel eine detaillierte Statusanzeige am unteren Bildschirmrand. Getreu dem Motto 'less is more'.

less /usr/share/X11/xorg.conf.d/90-keyboard-layout.conf

Diese Konfigurationsdatei können wir als Vorlage für unsere eigenen Anpassungen nutzen. Dazu muss sie in das Xorg Konfigurationsverzeichnis in /etc kopiert werden. Im /etc Verzeichnis findest Du einen Grossteil der Konfigurationsdateien deines Linux-Systems.

Kopiere die Paket-Konfigurationsdatei /usr/share/X11/xorg.conf.d/90-keyboard-layout.conf mit Hilfe des cp Befehls in das Verzeichnis /etc/X11/xorg.conf.d. Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc/X11/ werden bevorzugt abgearbeitet, was es uns ermöglicht, spezifische Einstellungen vorzunehmen.

Ändere die Option XkbLayout, so dass der Wert deinem Tastaturlayout entspricht. Für die Schweiz wäre dies ch:

Entferne zusätzlich das Raute-Symbol (#) vor der Option XkbVariant und füge zwischen den Anführungszeichen den Wert de_nodeadkeys ein. Durch diese Option wird sichergestellt, dass sich alle Sonderzeichen korrekt eingeben lassen. Speichere die Datei ab und verlasse den Editor.

Für ein Deutsches Tastaturlayout wäre XkbLayout de und XkbVariant nodeadkeys die passende Wahl.

Displaymanager XDM

Ein Displaymanager bietet dir die Möglichkeit dich grafisch an deinem Computer anzumelden. Unter Linux gibt es eine grosse Auswahl verschiedener Displaymanager (DM).

Welcher Displaymanager gestartet wird, kann in der Runlevel Datei /etc/rc.d/rc.4 definiert werden. Du kannst dir den Inhalt der Datei mit Hilfe des view Kommandos anschauen. view öffnet die Datei im Editor vim, allerdings nur-lesend. Verlassen kannst Du vim wie gewöhnlich mit Esc :q!

view /etc/rc.d/rc.4

Die Datei wird eingeleitet mit #! /bin/sh. Daran erkennst Du, dass es sich um ein Shell-Script handelt. Ein Grossteil der Linux-Systeminitialisierung erfolgt durch Shell-Scripte und ist damit sehr einfach nachzuvollziehen.

Die Zeilen mit der Raute am Anfang sind Kommentarzeilen. Der erste Befehl startet in der Zeile echo "Starting up X11.... echo ist ein Ausgabebefehl. Der Text zwischen den Anführungszeichen ist das, was später beim Systemstart angezeigt wird.

Im weiteren Verlauf wird im Wesentlichen geprüft, ob ein Displaymanager vorhanden ist. Falls ja, wird dieser mit Hilfe des exec Kommandos gestartet. Dabei wird die Datei von oben nach unten abgearbeitet. Würde also der KDE Displaymanager unter /opt/kde/bin/kdm oder (elif) /usr/bin/kdm gefunden, würde dieser vor XDM gestartet. KDM ist der Displaymanager von KDE. Da wir die Paketgruppe KDE während der Installation abgewählt haben, startet der nächste verfügbare DM, was XDM entspricht.

Start in die grafische Oberfläche

Starte dein System mit Hilfe des reboot Kommandos oder durch Aufruf des init Kommandos für den Reboot-Runlevel neu:

reboot oder alternativ: init 6

Nach dem Neustart wird dein Linux-System nicht wie bisher die Textkonsole, sondern die grafische Oberfläche starten. Es begrüsst dich mit dem (zugegebenermassen nicht besonders schönen) Displaymanager XDM.

Melde dich mit deinem Benutzernamen und dem von dir vergebenen Passwort an (das Passwort wird während der Eingabe nicht angezeigt.):

Es begrüsst dich die Desktopumgebung Xfce, da wir diese als bevorzugte Desktopumgebung mit dem Programm xwmconfig festgelegt haben.

Wähle bei der Frage wie das Xfce-Panel konfiguriert werden soll, den Button Standardeinstellungen benutzen

Daraufhin öffnet sich der Xfce Desktop in seiner Standardkonfiguration:

  1. Das Anwendungsmenü. Hier findest Du alle wichtigen Programme.
  2. Der Infobereich. Über einen Klick auf deinen Benutzernamen kannst Du dich abmelden oder das System herunterfahren. Links daneben findest Du den sogenannten Systray, in dem Applikationen ihre Icons ablegen können. In diesem Falle ist das Netzwerksymbol des Programms network-manager sichtbar.
  3. Der Schnellstarter. Über ihn hast Du mit einem Klick Zugriff auf deine bevorzugten Anwendungen. Jeder erneute Klick auf ein Icon startet ein weiteres Fenster der Applikation.

Xfce Terminal

Öffne ein Terminal. Du findest das Symbol dazu im Schnellstarter.

Es wird der Xfce Terminal-Emulator (xfce4-terminal) gestartet.

Terminal Farbschema

Das Xfce Terminal verwendet ein eigenes Farbschema, das sehr schlecht lesbar ist. Es empfiehlt sich, bevor Du mit der Konfiguration fortfährst, die Farben zu ändern. Öffne dazu den Menüpunkt Bearbeiten -> Einstellungen und klicke auf den Reiter Farben. Wähle bei den Presets das Farbschema Tango.

Wenn Du möchtest, kannst Du unter dem Reiter Aussehen die Schriftart etwas verkleinern. Monospace 11 hat sich gut bewährt. Hinweis: In den Kursunterlagen verwenden wir aufgrund der besseren Lesbarkeit weiterhin die Defaultschriftgrösse.

Netzwerkkonfiguration

Um den Zugriff zum Internet herstellen zu können, muss der NetworkManager-Dienst aktiviert und gestartet werden. Da Du als normaler Benutzer und nicht als root angemeldet bist, musst Du zunächst Root-Rechte erlangen, um Änderungen an Systemdiensten vornehmen zu können.

Gebe dazu den Befehl su - im Terminal ein. Du wirst nach dem Root-Passwort gefragt. Du siehst das Passwort wie üblich während der Eingabe nicht. Aktiviere daraufhin den NetworkManager-Dienst beim Systemstart, indem Du die Datei /etc/rc.d/rc.networkmanager mit chmod als ausführbar markierst. Damit der Service auch in der laufenden Sitzung gestartet wird, kannst Du das Script mit dem Parameter start aufrufen: /etc/rc.d/rc.networkmanager start

Um eine Verbindung mit dem Internet via WLAN herzustellen, klicke in Xfce auf das Netzwerksymbol. Du findest es im Infobereich, links neben deinem Benutzernamen (in diesem Beispiel Linux User).

Netzwerkverbindung herstellen

Suche in der Liste dein WLAN-Netzwerk. Es kann möglich sein, dass ein Untermenü mit dem Titel Weitere Netzwerke angezeigt wird. Solltest Du dein WLAN in der Hauptübersicht nicht finden, schaue auch dort nach.

Nachdem Du das richtige Netzwerk ausgewählt hast, öffnet sich ein Dialog zur Eingabe des WLAN-Passwortes. Gebe dort den Schlüssel für dein WLAN ein und klicke auf Verbinden.

Klicke daraufhin mit der rechten Maustaste auf das Netzwerk-Symbol und wähle den Punkt Verbindungen bearbeiten:

In der Übersichtsseite sollte im Bereich Funknetzwerk dein WLAN aufgeführt sein. Wähle es aus und Klicke auf das Zahnradsymbol:

Unter dem Reiter 'Allgemein' muss der Punkt Alle Benutzer dürfen dieses Netzwerk verwenden angehakt sein. Nur so ist sichergestellt, dass die Verbindung beim nächsten Anmelden automatisch wiederhergestellt wird.

System aktualisieren

Nachdem Du erfolgreich dein Netzwerk einrichten konntest, solltest Du zuerst dein System aktualisieren. Dies geht am einfachsten mit aktiver Internetverbindung, da Du so die Updates bequem online herunterladen kannst. Slackware bietet dazu ein Tool mit dem Namen slackpkg.

Öffne dazu ein Xfce Terminal und erlange mit su - Root-Rechte.

Vorab muss ein Mirror freigeschaltet werden, von dem die Pakete bezogen werden sollen. Bei einem Mirror handelt es sich um einen Internetserver, der die Slackware Pakete spiegelt und via Internetprotokoll wieder zum Download anbietet. Somit verteilt sich die Last auf mehrere Paketserver.

Die Konfiguration erfolgt in der Datei /etc/slackpkg/mirrors. Öffne sie mit dem vim um sie zu bearbeiten.

vi /etc/slackpkg/mirrors

Die Konfigurationsdatei besteht im Wesentlichen aus einer sehr langen Liste mit Spiegelservern. Diese sind standardmässig auskommentiert.

Es gilt nun einen Spiegelserver in der Nähe zu wählen und diesen zu aktivieren. Scrolle mit den Pfeiltasten nach unten bis Du den Bereich SWITZERLAND (CD) siehst. Wähle dort den Spiegelserver ftp://ftp.gwdg.de/pub/linux/slackware .... Wichtig ist, dass Du den Mirror für die slackware64 Version verwendest. Entferne die Raute vor der Zeile und verlasse den Editor, nachdem Du deine Änderungen abgespeichert hast.

Mit Hilfe des Kommandos slackpkg update kannst Du die Metadaten aktualisieren. Dort ist vermerkt ob neue Pakete zur Verfügung stehen:

slackpkg update

Ist dies erfolgt, lassen sich alle Pakete mit Hilfe des slackpkg upgrade-all Kommandos aktualisieren, falls neuere Versionen online verfügbar sind:

slackpkg upgrade-all

Da Du das Kommando das erste Mal aufrufst, kann eine grosse Anzahl von Updates aufgeführt werden. Der Vorgang der Installation dauert eine Weile. Wie bekannt, kannst Du in der Liste mit den Pfeil-hoch / Pfeil-runter Tasten navigieren. Die Space Taste erlaubt es dir einzelne Elemente ab- oder anzuwählen. Mit Tab kannst Du zwischen den Optionen hin- und herwechseln. Du kannst die Installation der Aktualisierungen mit Enter auslösen, wenn der OK Button blau hinterlegt ist:

Falls mit den Aktualisierungen auch der Kernel geupdated wurde, wirst Du gefragt, ob der Bootloader lilo neu geschrieben werden soll. Jedes Mal, wenn Du einen neuen Kernel installierst, solltest Du dies durchführen. Beantworte daher die Frage mit Y:

Nach jeder Kernelaktualisierung sollte der Rechner neu gestartet werden.

Neue Konfigurationsdateien

Üblicherweise werden mit neuen Paketen auch neue Versionen von Konfigurationsdateien mitgeliefert. Grundsätzlich ist es gut die neuen Dateien zu übernehmen. Solltest Du allerdings Anpassungen an Systemkonfigurationen vorgenommen haben, würden diese durch die neuen Dateien überschrieben. Da wir aktuell noch keine betroffene Systemdatei bearbeitet haben, können wir die Option O für Overwrite wählen. In Zukunft ist es aber zu empfehlen entweder K für *Keep the old files** oder **P** für Prompt zu wählen. Bei Prompt hast Du die Möglichkeit für jede neue Konfigurationsdatei individuell zu entscheiden, ob Du die Änderungen übernehmen möchtest oder die alte Version der Konfigurationsdatei behalten möchtest.

Falls Du K für Keep wählst, hast Du zu einem späteren Zeitpunkt immer noch die Möglichkeit mit Hilfe des Befehls slackpkg new-config diesen Dialog erneut aufzurufen.

Hinweis: slackpkg update und slackpkg upgrade-all solltest Du regelmässig ausführen, um dein System auf dem aktuellen Stand zu halten.

Reboot aus Xfce

Damit Du den Neustart einfach aus Xfce heraus auszulösen kannst, klicke mit der rechten Maustaste auf das Benutzermenü und wähle den Punkt Eigenschaften:

Setze im Bereich Aktionen den Haken bei Neustarten:

Jetzt ist im Benutzermenü neu der Punkt Neustarten verfügbar, der es dir ermöglicht einfach über die Oberfläche das System neu zu starten:

Nachdem Du das System neu gestartet hast und Du dich wieder angemeldet hast, kannst Du noch einige wichtige Konfigurationen vornehmen.

Firefox und Thunderbird auf Deutsch

Die meisten Applikationen, die von Slackware mitgeliefert werden, sind bereits auf Deutsch verfügbar. Lediglich Firefox und Thunderbird starten standardmässig in englischer Sprache. Um diese auf Deutsch umzustellen, ist es einmalig notwendig die Spracherweiterungsdatei herunterzuladen und zu aktivieren.

Gehe dazu wie folgt vor:

Firefox

Starte den Webbrowser Firefox aus dem Anwendungsmenü in der Kategorie Internet:

Öffne die folgende URL: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/language-tools/

Du siehst, dass die Seite in drei Spalten aufgeteilt ist. Links steht die Sprache, in der zweiten Spalte findest Du die entsprechenden Sprachpakete und in der dritten Spalte die dazugehörigen Wörterbücher:

Suche in der Liste nach German und klicke auf den Namen des Sprachpaketes Deutsch (DE) Language Pack

Klicke auf der sich öffnenden Seite auf den Knopf + Add to Firefox:

Die erfolgreiche Installation des Plugins wird durch Firefox mit einem PopUp bestätigt. Klicke auf OK:

Möchtest Du auch ein Wörterbuch für die Rechtschreibprüfung verwenden, kannst Du dieses ebenfalls über die URL: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/language-tools/ installieren.

Wähle in der rechten Spalte das Wörterbuch aus, welches Du verwenden möchtest. Für die Schweiz wäre dies beispielsweise German Dictionary (Switzerland):

Die Installation des Wörterbuches erfolgt analog zur Installation des Sprachpaketes.

Damit beim Start von Firefox die Sprache automatisch auf Deutsch einstellt ist, muss eine erweiterte Konfigurationsoption angelegt werden.

Gebe dazu in der Adressleiste about:config ein (ohne http, https oder ftp davor). Die angezeigte Warnung kannst Du mit I accept the risk! bestätigen. Klicke mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich. Wundere dich nicht, wenn das Element darunter markiert wird. Wähle im Menü: New -> String aus.

Gebe im Fenster New string value intl.locale.requested ein und klicke auf OK.

Im folgenden Fenster Enter string value gebe de ein und klicke ebenfalls auf OK.

Du kannst Firefox schliessen. Wenn Du ihn das nächste Mal startest, wird die Benutzeroberfläche in deutscher Sprache dargestellt.

Thunderbird

Um Thunderbird auf Deutsch umzustellen, starte das Email-Programm aus dem Anwendungsmenü in der Kategorie Internet.

Den Kontoeinrichtungsassistenten kannst Du vorerst mit X schliessen. Dieser wird beim nächsten Start von Thunderbird erneut angezeigt.

Öffne das Menü mit einem Klick auf die drei horizontalen Striche und wähle den Punkt Add-Ons:

Wähle im linken Bereich den Punkt Extensions aus und gebe in das Suchfeld in der Extension-Verwaltung Deutsch ein:

Füge das Sprachpaket Deutsch (DE) Language Pack (Thunderbird) über einen Klick auf + Add to Thunderbird hinzu.

Es öffnet sich ein neues Unterfenster in dem Du die Installation des Sprachpaketes nach Ablauf eines kurzen Timers bestätigen kannst:

Möchtest Du auch das passende Wörterbuch für die Rechtschreibprüfung installieren, kannst Du zurück zum Add-Ons Manager wechseln und dort erneut im Suchfeld nach Deutsch suchen.

Für die Schweiz wäre das passende Wörterbuch German dictionary (de_CH).

Die Installation des Wörterbuches erfolgt analog zur Installation des Sprachpaketes.

Damit beim Start von Firefox die Sprache automatisch auf Deutsch einstellt ist, muss hier ebenfalls eine erweiterte Konfigurationseinstellung vorgenommen werden.

Wähle dazu in der Hauptansicht (Reiter Home) im Menü den Punkt Tools -> Preferences:

Über den Reiter Advanced lässt sich der Config Editor starten:

Auch hier kannst Du die angezeigte Warnung mit I accept the risk! bestätigen. Klicke mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich und wähle im Menü: New -> String aus.

Gebe intl.locale.requested im Fenster New string value ein und klicke auf OK.

Im folgenden Fenster Enter string value gebe de ein und klicke auf OK.

Beim nächsten Start von Thunderbird sollte die Anwendung in deutscher Sprache angezeigt werden und Du kannst den Assistenten nutzen, um dein E-Mail Postfach einzurichten.

Desktop Anpassungen

Der Xfce Desktop ist bereits gut vorkonfiguriert. Einige kleine Anpassungen erleichtern jedoch die tägliche Arbeit.

Lautstärkeregler

Bei Slackware kommt seit einiger Zeit das PulseAudio Soundsystem zum Einsatz. Damit lässt sich die Lautstärke von Audiostreams individuell einstellen. Um die Steuerung komfortabler zu gestalten, kannst Du ein Xfce Panel-Plugin für PulseAudio hinzufügen. Klicke dazu mit der rechten Maustaste auf das obere Panel und wähle Leiste -> + Neue Elemente hinzufügen.

Es wird eine Liste mit den verfügbaren Panel-Plugins angezeigt. Gebe im Suchfeld pulse ein und es sollte das PulseAudio Plugin aufgeführt werden. Wähle es an und klicke auf + Hinzufügen.

Das Plugin sollten nun rechts neben deinem Benutzernamen angezeigt werden.

Du kannst es verschieben, indem Du das Lautsprechersymbol mit der rechten Maustaste anklickst und Verschieben wählst. Danach kannst Du es per Drag and Drop neu positionieren:

Batteriestandsanzeige

Solltest Du die Linux Installation auf einem Laptop durchgeführt haben, bietet es sich an auch das Plugin für die Ladestandsanzeige des Akkus hinzuzufügen. Klicke dazu erneut mit der rechten Maustaste auf das obere Panel und wähle Leiste -> + Neue Elemente hinzufügen.

Gebe im Suchfeld energie ein und wähle die Energieverwaltungserweiterung aus. Du kannst das Panel-Plugin wahlweise direkt per Drag and Drop an der richtigen Stelle platzieren oder auf + Hinzufügen klicken, um das Plugin am rechten Rand des oberen Panels hinzuzufügen und es daraufhin wie zuvor beschrieben zu verschieben.

Energiesparoptionen anpassen

Xfce bietet die Möglichkeit der Steuerung der Bildschirmhelligkeit, beziehungsweise der Energiesparoptionen des Monitors. Diese Funktion sollte de-aktiviert werden, da es andernfalls bei der Darstellung von Vollbildvideos dazu kommen kann, dass der Bildschirm nach einiger Zeit schwarz wird. Grund ist ein Fehler in der Implementierung der Energieverwaltung.

Klicke dazu das Plugin der Energieverwaltungserweiterung an und wähle den Punkt Energieverwaltungseinstellungen:

Wähle den Reiter Bildschirm und stelle dort die Schieberegler bei den Punkten Schwarzer Bildschirm nach und Reduzieren Nach auf Nie. Entferne danach den Haken bei Energieverwaltung des Bildschirms steuern.

Auf einem Desktop-PC stehen weniger Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Stelle den Schieberegler Schwarzer Bildschirm nach auf Nie und entferne den Haken bei Energieverwaltung des Bildschirms steuern.

Bildschirmschoner

Der beliebte Bildschirmschoner XSreenSaver ist bereits installiert. Konfigurieren kannst Du diesen, indem Du im Anwendungsmenü den Punkt Einstellungen -> Bildschirmschoner wählst.

XScreenSaver bietet viele interessante Bildschirmschoner zur Auswahl an. Im Pull-Down Menü Modus kannst Du entweder wählen ob ein spezifischer Bildschirmschoner genutzt werden soll, zufällig ein Bildschirmschoner gewählt werden soll oder ob Du es vorziehst, dass nur der Bildschirm geschwärzt wird. Letzteres wählen wir in diesem Beispiel.

Bei Schwärzen nach kannst Du eine Zeit angeben, nach der sich der Bildschirmschoner aktivieren soll. Der Punkt Wechseln nach tritt nur in Kraft, wenn ein zufälliger Bildschirmschoner aktiviert werden soll. Dieser würde dann nach der definierten Zeit gewechselt. Möchtest Du, dass dein Bildschirm automatisch gesperrt wird, sobald der Bildschirmschoner aktiviert wird, wähle den Haken bei Bildschirm sperren nach und gebe eine Zeit an, wann der Bildschirm nach aktivieren des Bildschirmschoners gesperrt werden soll. Würdest Du hier zum Beispiel 2 Minuten angeben, würde der Bildschirm nach 10 Minuten geschwärzt und weitere zwei Minuten später gesperrt. Würdest Du hingegen 0 angeben, würde der Bildschirm sofort nach dem Schwärzen gesperrt werden.

Unter dem Reiter Komplex kannst Du die Energieverwaltung für deinen Bildschirm aktivieren. Bereitschaft und Ruhemodus sollten auf den gleichen Wert eingestellt werden, dann fällt der Bildschirm direkt in den effizienteren Ruhemodus und der Bereitschaftsmodus wird umgangen. In diesem Beispiel haben wir 12 Minuten konfiguriert. Das bedeutet, dass der Bildschirm wie zuvor angegeben nach 10 Minuten geschwärzt wird und bereits weitere zwei Minuten später der Ruhemodus des Bildschirms aktiv wird. Durch Angabe von 15 bei Ausschalten nach wird 5 Minuten nach dem Schwärzen der Bildschirm vollständig abgeschaltet (beziehungsweise 3 Minuten nachdem der Ruhemodus aktiviert worden ist):

Composite-Effekte

Xfce bietet die Möglichkeit der Einstellung von Composite-Effekten, wie zum Beispiel der transparenten Darstellung von Fenstern beim Verschieben. Einige grundlegende Effekte sind standardmässig aktiviert. Die Einstellungen findest Du im Anwendungsmenü unter Einstellungen -> Feineinstellungen der Fensterverwaltung unter dem Reiter Komposit. Möchtest Du zum Beispiel erreichen, dass bei einem Fensterwechsel mit Alt + Tab nur Symbole und keine Vorschaubilder angezeigt werden, könntest Du den Haken bei Beim Fensterwechsel eine Fenstervorschau anstelle der Symbole anzeigen deaktivieren:

Standardmässig wird beim Fensterwechsel mit Alt + Tab ein Rahmen um das aktive Fenster gezeichnet. Falls Du dies als störend empfindest, kannst Du unter dem Reiter Fensterwechsel den Haken vor dem Punkt Während des Fensterwechsels einen Rahmen um die ausgewählten Fenster zeichnen entfernen:

Mauszeigerdesign

Passend zum Standard-Theme mit dem Namen Adwaita gib es ein angepasstes Mauszeigerdesign. Öffne dazu im Anwendungsmenü den Punkt Einstellungen -> Maus und Touchpad

Wähle dort unter dem Reiter Mausthema als Standard Adwaita aus:

Fenster einrollen

Der bei Xfce zum Einsatz kommende Windowmanager heisst Xfwm. Dabei handelt es sich um den Teil der Xfce-Desktopumgebung, der unter anderem für die Platzierung von Fenstern auf dem Desktop, für das Zeichnen der Fensterrahmen und für das Verschieben, Verändern der Größe und dem Schliessen von Fenstern verantwortlich ist. Er bietet zusätzlich die Möglichkeit Fenster einzurollen. Dabei wird der Inhalt des Fensters durch einen Klick auf das einrollen Symbol ausgeblendet und bei einem erneuten Klick wieder eingeblendet. Probiere es einmal aus:

Falls Du diese Funktion nicht nutzen möchtest, kannst Du sie in den Systemeinstellungen de-aktivieren. Wähle dazu im Anwendungsmenü den Punkt Einstellungen -> Fensterverwaltung.

Im unteren Bereich hast Du die Möglichkeit die Anordnung zu ändern oder Knöpfe zu verstecken. Um den Einrollen-Knopf auszublenden, wähle ihn mit der linken Maustaste an und verschiebe ihn mit gedrückt gehaltener linker Maustaste in den Bereich Versteckt.

kdesu

Einige der vorinstallierten grafischen Applikationen wie Zenmap (as root) oder wpa_gui erfordern die Eingabe des Root-Passworts über ein Hilfsprogramm mit dem Namen kdesu. Da wir die KDE-Paketgruppe nicht mitinstalliert haben, ist dieses Programm bisher nicht verfügbar. Du kannst mit Hilfe des slackpkg Kommandos über den Parameter file-search herausfinden, welche Pakete das Programm kdesu bereitstellen.

Öffne dazu ein Terminal, und erlange mit Hilfe von su - Root-Rechte. Führe die Suche mit dem slackpkg Programm aus.

Der file-search Parameter durchsucht alle verfügbaren Pakete nach dem angegebenen Suchbegriff, in diesem Falle kdesu. kdelibs, kde-runtime sowie die KDE-Sprachpakete kde-l10n enthalten Vorkomnisse des Suchwortes.

Sollte die Ausgabe im Terminal zu lang sein um vollständig dargestellt werden zu können, kannst Du wahlweise das Mausrad (falls verfügbar), die Scrollfunktion deines Touchpads oder Shift+PageUp/PageDown nutzen, um den vorherigen Inhalt darzustellen.

Die fehlenden Pakete kannst Du wie gewohnt mit slackpkg installieren. Für Deutsch wird das Sprachpaket kde-l10n-de benötigt.

slackpkg install kdelibs kde-runtime kde-l10n-de

Hinweis: KDE-Applikationen verwenden standardmässig das Icon Thema mit dem Namen Oxygen. Sollte dieses nicht installiert sein, werden einige Symbole in KDE-Applikationen nicht korrekt angezeigt. Installieren kannst Du die Icons mit Hilfe von folgendem Befehl:

slackpkg install oxygen-icons

Wenn Du nun eine der genannten Anwendungen wie Zenmap (as root) aus dem Anwendungsmenü in der Kategorie Internet startest, fordert dich das Hilfsprogramm kdesu zur Eingabe des Root-Passworts auf:

Icons

Bei Xfce unter Slackware kommt standardmässig das Icon Theme mit dem Namen Adwaita zum Einsatz. In diesem Icon Theme sind nicht alle von Xfce bevorzugten Symbolbezeichnungen enthalten. Das führt dazu, dass einige Symbole aus dem Tango Thema übernommen werden. Du kannst dies erkennen, indem Du im Dateimanager Thunar einen neuen Ordner in deinem Heimatverzeichnis erstellst. Öffne dazu Thunar über das Dateiverwaltungssymbol im Schnellstarter und klicke mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich. Über die Option Neuen Ordner erstellen kannst Du einen leeren Ordner anlegen. Gebe dem Ordner einen Namen, zum Beispiel tmp.

Du siehst in der Ordnerübersicht, dass der neue Ordner nicht in bräunlicher Farbe sondern in blau dargestellt wird:

Beheben lässt sich dies durch das Erstellen von Links unterhalb der Icon Theme:

Hinweis: Falls Du bereits ein Root-Terminal geöffnet hast, musst Du nicht erneut su - eingeben. Prüfen, mit welchem Benutzerkonto Du in einem Terminal aktiv bist, kannst Du mit dem Befehl whoami.

Es handelt sich hierbei um eine sogenannte for Schleife. Sie beginnt mit for und endet mit done. Du kannst die drei Zeilen kopieren (Ctrl+C) und in ein Terminal einfügen (Ctrl+Shift+V) oder sie abtippen. Das \ Zeichen am Ende der ersten zwei Zeilen wird von der Bash als ein Zeilenumbruch interpretiert. Diese Darstellung wurde zur Verbesserung der Lesbarkeit gewählt. Du kannst auch den Inhalt aller drei Zeilen ohne die Angabe der \ Zeichen in eine einzige Zeile schreiben.

for führt den Befehl find aus. Mit Hilfe von find lassen sich Dateien und Ordner im Dateisystem suchen. Das erste Argument von find ist in diesem Fall der Ordner in dem die Suche ausgeführt werden soll, also /usr/share/icons/Adwaita/. Mit dem Parameter -name folder.png werden alle Dateien mit dem Namen folder.png gesucht.

Führe testweise nur den find Befehl aus:

find /usr/share/icons/Adwaita/ -name folder.png

Für jeden Treffer wird in der for Schleife der Befehl ausgeführt, der zwischen do und done steht. Hinweis: Beachte die Semikolonzeichen vor dem do und dem done.

Der auszuführenden Befehl lautet in diesem Falle ln -sr $f $(dirname $f)/inode-directory.png. Das Kommando ln -s zum Erstellen von symbolischen Links kennst Du ja bereits. Der Parameter -r sorgt dafür, dass der Link relativ zum Zielverzeichnis angelegt wird. Das Linkziel ist in diesem Falle $f und der Linkname $(dirname $f)/inode-directory.png.

In der for Schleife haben wir definiert, dass die Variable f mit dem jeweiligen Ergebnis der find Suche befüllt werden soll. Beim ersten Treffer entspricht der Inhalt der Variable f dem ersten Ergebnis der Suche: /usr/share/icons/Adwaita/16x16/places/folder.png. Um den Inhalt der Variablen f auszugeben, wird diese mit einem vorangestellten $ Zeichen angegeben. Daraus ergibt sich der erste Teil des Befehls: ln -sr $f.

Wir möchten den Link im gleichen Verzeichnis erstellen, in dem sich auch das gefundene folder.png Symbol befindet. Dazu verwenden wir das Kommando dirname unter Angabe der Variablen $f. Das $( ) um dirname $f signalisiert der BASH, dass alles was zwischen den Klammern steht als Befehl ausgeführt werden soll. Für den ersten Treffer liefert $(dirname $f) den Pfad /usr/share/icons/Adwaita/16x16/places zurück. Daraus ergibt sich beim ersten Schleifendurchlauf ein ln -sr /usr/share/icons/Adwaita/16x16/places/folder.png /usr/share/icons/Adwaita/16x16/places/inode-directory.png.

Die for Schleife führt zusammengefasst folgende Operationen aus: Für jedes gefundene Icon mit dem Namen folder.png unterhalb des Ordners /usr/share/icons/Adwaita/, erstelle in dem Verzeichnis in dem sich folder.png befindet einen relativen Link im gleichen Verzeichnis mit dem Namen inode-directory.png, der auf folder.png zeigt.

Damit die Änderungen appliziert werden, muss noch der Icon-Cache der Adwaita Theme aktualisiert werden. Dies erfolgt über den Befehl:

gtk-update-icon-cache /usr/share/icons/Adwaita/

Wenn Du den Dateimanager beendest und erneut öffnest, werden die Symbole wie gewünscht dargestellt:

Drag and Drop in der Fensterliste

Bei der Fensterliste handelt es sich um den Teil des oberen Panels, in dem die Namen der geöffneten Programme angezeigt werden und Du zwischen ihnen wechseln kannst. Standardmässig gruppiert Xfce die Anwendungen in der Fensterliste.

Du kannst die Einstellungen der Fensterliste öffnen, indem Du mit der rechten Maustaste auf die vertikalen Punkte neben dem Anwendungsmenü klickst und den Punkt Eigenschaften wählst:

Im Pull-Down-Menü Sortierreihenfolge kannst Du auf Drag and Drop umstellen, um zu erreichen, dass Du die Fensterknöpfe manuell umsortieren kannst.

Dies kann hilfreich sein, wenn Du zum Beispiel den Fensterknopf für den Texteditor direkt neben dem Terminal platzieren möchtest, um schneller hin- und herwechseln zu können.

Probiere es aus, indem Du bei mehreren geöffneten Fenstern auf einer Arbeitsfläche einen Knopf mit gedrückt gehaltener linker Maustaste auswählst und an eine andere Position verschiebst.

Einfacher Klick

Solltest Du einfache Klicks zum Öffnen von Dateien und Ordnern bevorzugen, so lässt sich dies einfach aktivieren. Öffne dazu die Dateiverwaltung Thunar. Klicke im Menü auf Bearbeiten -> Einstellungen und wähle dort den Reiter Verhalten. Wähle den Punkt Einfacher Klick zum Aktivieren von Objekten:

Um den einfachen Klick auch für Objekte auf dem Desktop zu aktivieren, klicke mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich auf dem Desktop und wähle den Punkt Schreibtischeinstellungen:

Unter dem Reiter Symbole hast Du die Möglichkeit die Option Einfacher Klick, um Objekte zu aktivieren zu setzen:

Virtuelle Arbeitsflächen.

Viele Linux-Desktopumgebungen bieten sogenannte virtuelle Arbeitsflächen an. Dabei handelt es sich um weitere Desktops, zwischen denen man hin- und herwechseln kann. Unter Xfce kannst Du über das Panel einfach die gewünschte virtuellen Arbeitsfläche wählen. Standardmässig stehen vier Arbeitsflächen zur Verfügung. Durch einen Klick auf das entsprechende Symbol kannst Du die Arbeitsfläche wechseln. Du findest es im rechten Bereich des oberen Panels. Das Symbol ist bei vier Arbeitsflächen in vier Blöcke unterteilt. Der erste steht für die erste Arbeitsfläche, der zweite für die zweite und so weiter. Versuche einmal auf die zweite Arbeitsfläche zu wechseln.

Du wirst feststellen, dass dort bisher noch keine Programme geöffnet worden sind. Starte eine Applikation und wechsle zurück auf die erste Arbeitsfläche. Die neu gestartete Applikation ist nur auf der zweiten Arbeitsfläche verfügbar. Wechsle zurück auf die zweite Arbeitsfläche und klicke mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste der Applikation (in diesem Beispiel verwenden wir Thunar). Wähle im Menü den Punkt Fenster auf eine andere Arbeitsfläche verschieben und im Untermenü 1 (Arbeitsfläche 1). Das Fenster wird auf die erste Arbeitsfläche verschoben:

Mit dieser Methode kannst Du deine Arbeit sehr gut gruppieren.

Die Anzahl der verfügbaren Arbeitsflächen kannst Du einstellen, indem Du mit der rechten Maustaste auf den Arbeitsflächenumschalter klickst (dieser wird auch als Pager bezeichnet).

Unter Anzahl lässt sich festlegen wieviele virtuelle Arbeitsflächen zur Verfügung stehen sollen. In diesem Beispiel haben wir die Anzahl auf 2 reduziert. So könntest Du zum Beispiel eine Arbeitsfläche für Privat und eine andere für Arbeit verwenden oder für Internet- und Offline Applikationen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Probiere im Alltag ein wenig aus, ob dir die Arbeit mit virtuellen Arbeitsflächen zusagt oder nicht. Es besteht kein Zwang diese zu nutzen, sie könnten aber einen Mehrwert darstellen, wenn Du den passenden Einsatzzweck gefunden hast.

Damit hast Du die grafische Oberfläche deines Linux Systems erfolgreich eingerichtet und grundlegend konfiguriert. Schaue dich ein wenig um und entdecke die enthaltenen Applikationen. Im folgenden Teil geht es um die Installation einiger wichtiger Zusatzapplikationen.

Programme < PDF >
https://linuxkurs.ch/kurs/Programme.pdf

Programme < HTML >
https://linuxkurs.ch/kurs/Programme.html


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